Der Arbeitsentwurf eines Gesetzes zur Reform der Psychotherapeutenausbildung des Gesundheitsministeriums bestätigt alle Kritikpunkte am bisherigen Gesetzgebungsprozess. Es formiert sich breiter Widerstand: Stellungnahmen größerer Verbände zum Arbeitsentwurf lesen Sie hier.

  • Absolventen eines zweijährigen „Psychotherapiemasterstudiums“ sollen künftig ohne Fachkundenachweis die Approbation (also die volle Berufserlaubnis als Psychotherapeut) erhalten. Der Patientenschutz wird ausgehebelt.
  • Das Berufsbild, das Ausbildungsziel sowie die Ausbildungsstruktur wird ohne die bisher grundlegenden wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Verfahren definiert.
  • Es wird ohne breite gesellschaftliche Diskussion ein neues Versorgungsgebiet für einen nicht fachkundigen Psychotherapeuten, einen neuen Generalisten neben dem Arzt, geschaffen.
  • Der eigenständige Beruf des approbierten Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten wird abgeschafft: Stellungnahme des dgkjf

Dabei gäbe es alternative Vorschläge, die vom BMG in Betracht gezogen werden sollten.