Was sind Gründe der Psychotherapeuten und Ausbildungsteilnehmer für die Unterstützung der Petition?

  • Die Unterstützer sehen – wie auch die Initiatoren - die Qualität der psychotherapeutischen Versorgung und Ausbildung sowie den Patientenschutz durch die Novellierung bedroht;
  • es erscheint ihnen geradezu fahrlässig, dass die vom Bundesministerium angestrebte tiefgreifende Veränderung des bewährten Standards des Berufsbildes des Psychologischen Psychotherapeuten wie auch der hervorragend evaluierten Ausbildungsstruktur ohne jegliche wissenschaftliche Prüfung durch ein völlig neues und unerprobtes sowie absehbar nicht finanzierbares Modell der Aus-und Weiterbildung ersetzt werden soll;
  • zumal die wirklich notwendigen Veränderungen des Gesetzes, die Regelung der Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung und eine Veränderung der Praktischen Tätigkeit durch leicht zu bewerkstelligende Gesetzesänderungen realisiert werden könnten.

Fragt man BürgerInnen, die psychotherapiebedürftig sind, ist vor allem folgendes zu hören:
„Wenn ich zukünftig einem „Approbierten Psychotherapeuten“ als Patientin einer Schmerz- oder Krebsstation oder ambulanten Praxis oder Reha-Einrichtung gegenübersitze, denke ich doch, dass dieser tatsächlich ein anerkanntes Psychotherapieverfahren beherrscht, also ein richtiger Psychotherapeut ist. Ich fühle mich für dumm verkauft, wenn mir eine Person gegenübersitzt, der sich „Approbierter Psychotherapeut“ nennen darf und die volle Berufserlaubnis als Psychotherapeut besitzt, aber kein Psychotherapeut ist. Das kann mir sonst in der Medizin nicht passieren. Ein Arzt darf sich nicht als Internist oder Gynäkologe ausgeben oder sich Facharzt nennen, ohne es zu sein.“